Lyrikwerkstatt

 

Die Lyrikwerkstatt

des Aleph Verlags bietet Ihnen ein literarisch künstlerisches Bildungs-programm an. Es basiert auf der Idee, Inhalte zu vermitteln, die ihre Kompetenzen sowohl aus der Geschichte der großartigen deutsch-sprachigen Lyrik, als auch aus den Erfahrungen heutiger Künstler beziehen.

 

Ziel ist es, tradiertes, also überkommenes und gesichertes Wissen über inhaltliche und formale Aspekte der Lyrik im Speziellen und der Kunst im Allgemeinen zu vermitteln.
Ziel ist es gleichsam, die künstlerische Empfindsamkeit zu entwickeln, den Teilnehmern bei der poetischen Selbstverwirklichung Ratgeber und freundschaftlicher Helfer zu sein. Neben dem unbestrittenen Gewinn an literarischen Fähigkeiten und Fertigkeiten stehen auch tiefe Einsichten in psychologische und philosophische Probleme des künstlerischen Schaffens.
Die didaktische Vorgehensweise orientiert sich an den Tischgesprächen Platos. Der Dichter Wolf Banitzki vermittelt sein Wissen und seine Erfahrungen im Gespräch. Bekanntermaßen ist kein Lernvorgang so effizient wie der angeregte Dialog. Schon der Lehrgang ist Literatur, spannend und anregend. Im Übrigen ist Wolf Banitzki immer für eine Überraschung gut!

 

 

Wir laden Sie herzlich zum Studium der 1. Lektion ein, die Sie kostenlos herunterladen können.

 

Lektionen und Teilnahmebedingungen...

 

Bemerkenswerte Gedichte von Teilnehmern...

 


Kreativ oder schöpferisch - Der kleine große Unterschied!
... Alle Welt will heute kreativ sein. Für den Künstler ist das zu wenig. Der nämlich muss schöpferisch sein. Gibt es zwischen kreativ und schöpferische einen Unterschied? Und ob! Man muss nur einmal die Etymologie der beiden Wortstämme betrachten. Der Ursprung des Wortes Kreativität findet sich im Lateinischen. "Creare" ist verwandt mit dem lateinischen "crescere" und das bedeutet "wachsen oder zunehmen". Das Wort "schöpferisch" hingegen stammt aus dem Mittelhochdeutschen. Es ist abgeleitet von "schepf[en]unge" und bedeutet "Schöpfung und Geschöpf". Bis ins 18. Jahrhundert war die "Schöpfung" allerdings Gott vorbehalten. Seit dieser Zeit jedoch wird es immer häufiger in den Zusammenhang zu künstler-ischem Schaffen gebracht. Spätestens seit dem frühen 20. Jahrhundert fallen die beiden Begriff überein, nämlich in der Mode, wo "Schöpfung" und "Kreation" als ein und dasselbe verstanden wird.
Diese Entwicklung ist sehr bedauerlich, da die Bedeutung des Wortes Schöpfung durch die des Wortes Kreation oder kreativ weitestgehend ersetzt wurde, obgleich es einen großen Unterschied gibt. Und dieser Unterschied ist allemal augenscheinlich, denn Kreativität ist ein Vorgang, der mit den vorhandenen Elementen eine Lösung sucht. So definiert es zumindest z.T. die Kreativitätsforschung. Wer also in der Kunst kreativ sein will, der wird die alte Welt nur in neuem (vielleicht modischen) Gewand abbilden. Wer hingegen "schöpferisch" ist, der wird neben der bestehenden Welt eine neue schaffen, die für den Betrachter Offenbarungen bereithält. Und erst hier beginnt Kunst. Sie sollte in jedem Fall Offenbarungscharakter haben. Wenn ihr das nicht gelingt, dann bleibt die Kunst nur Dekor und schlimmstenfalls Staffage.

 

Zitat Wolf Banitzki